Laichgebiet der Regenbogenforelle

Zum Thema Laichgebiet der Regenbogenforelle bei Untervaz 

(Infos zur heutigen Situation am Ende des Themas)


Die Rettung der Bündner Rheinfischerei beginnt bei Friewis!


















Am Alpenrhein bei Untervaz gibt es seit vielen Jahren ein bis 2006 nur Insidern bekanntes Laichgebiet der bodenseewandernden
Regenbogenforelle. All die Jahre konnte sie dort im Verborgenen ihr Laichgeschäft abhalten und für "Bündner" Nachwuchs sorgen.
Seit dem Jahr 2007 ist der gesamte Bündner Alpenrhein ab 1. Februar (erfolgreicher Antrag FV Chur) für die Fischerei offen. Damit
konnte auch der Seitenlauf mit diesem sensiblen Laichgebiet befischt werden. Eine Katastrophe bei der Reproduktion bannte sich an.
 
Leider wurden alljährlich die laichenden oder laichbereiten Forellen direkt von der Laichgrube weggefangen. Auch im Februar 2011
traf der Eröffnungstag mitten ins Fortpflanzungsgeschäft! Bis auf eine Handvoll Fischer die diese Situation schamlos ausnutzten,
sind sich die meisten Bündner Fischer einig, dass diese Tatsache nicht länger geduldet werden konnte. 
Ein unhaltbarer Zustand der mutmasslich ein grosser Schaden für unsere Fischerei im Alpenrhein in dieser Gegend
bedeutet. In erster Linie aus ethischen Gründen aber auch von der fischereiwirtschaftlichen Seite ein Desaster. Für die
Regenbogenforelle gilt in der Schweiz ein Besatzverbot in Fliessgewässer. Daher ist die natürliche Reproduktion dieses gegenüber
der Bachforelle weniger anspruchsvollen Salmoniden für die serbelnde Rheinfischerei von existentiellem Wert.

Der Fischereiverein Chur einen Antrag zuhanden der Delegiertenversammlung des Verbandes eingereicht,
welcher
eine punktuelle Schonung in diesem Laichgebiet während den Monaten Februar und März verlangt. 
Der Fischereiverein Chur strebte ein eng begrenzes Schongebiet von rund 200 Metern in der Kernzone
dieses Laichgebietes an.
Dieser Antrag wurde mit hoher Zustimmung angenommen und an das Amt für Fischerei weitergeleitet.
Mittlerweile wurde entschieden und ab 2012 ist im eng begrenzten Kerngebiet, sowie in der warmen Quelle die Fischerei untersagt.

Mit einer Mitgliedschaft in unserem Verein kannst du auch passiv einen wichtigen Beitrag leisten
die Bündner Fischerei zu fördern!
Anmeldung Chris Wittmann 0792059040 oder hier www.fv-chur.ch/index.php

Februar 2010

Der Alpenrhein im Bereich des Laichgebietes 5. Feb. 2011
Bilder Chris Wittmann 


Am gegenüberliegenden Ufer der winterwarme Seitenlauf des Rhein mit der warmen Quelle


Produktiver Laichplatz (mit Laichfischen)


Ein Bild der Vergangenheit! Rosinenpicker machen sich hinter die laichenden Fische. Unser Zukunft am Rhein!


Rechte Seite - der winterwarme Seitenarm


Der Thermalquellbach ergiesst sich in das Rheinbett


Das Laichgebiet der Regenbogenforelle bei Untervaz - winterwarme Quellen vereinen sich mit durchsickerndem Rheinwasser


Eine solch hohe Nährtierdichte ist im Alpenrhein kaum noch an anderer Stelle zu beobachten

 
Wo vor Jahrzehnten viele hundert Nasen lebten
 

Auch der äusserst bedrohte Strömer ist hier in ungewöhnlich hoher Dichte anzutreffen.


Unterwasseraufnahme - rechts drückt der trübe Rhein mit voller Wucht in den Mündungsbereich 


Laichgruben waren noch bis zum Winter 2007 häufig anzutreffen. Heute sorgen sie wieder für das Überleben der Rheinfischerei


Ruhesuchende absteigende Seeforelle


Verdiente Ruhe vor/nach dem Laichgeschäft




Diese Jungforelle geniesst die letzten Frühsommertage geschützten Gebiet


Wo im Winterhalbjahr Ruhe herrscht.............


............... gehts im Frühsommer heftig zur Sache


Herbst 2011
Der Schutz des Laichgeschäftes nimmt mit dem Aufstellen der Verbotstafel seinen Anfang


Winter 2011/12

Das winterwarme Wasser zeigt den Bodensee Steelhead den Weg um an ihr Geburtsort wieder zurückzukehren


Rund 15 kapitale Forellen warten noch nahe des Hauptflusses auf den richtigen Moment


Rund 6 Grad warm ist das Wasser in diesem Bereich


Im Bach des reinen Thermalquellwassers herschen lebensfeindliche Bedingungen. Trotzdem hat sich ein Fisch hinein gewagt.





Februar 2012 - endlich haben die Fische dort Ruhe und auf Anhieb gibts mehrere Laichgruben
Laichgrube Nr.1  Dezember/Januar 2011/12


Laichgrube Nr.2 Februar 2012


Laichgrube Nr.3  Februar 2012


Laichgrube Nr.4 Februar 2012


Unser grau gefiederter Flachland Kollege braucht 400 Gramm Futter pro Tag (Bildmitte)


Hier endet das Schongebiet (2011)


Laichende Regenbogenforellen erhalten die Fischerei im Alpenrhein!
Siehe Statistik des Alpenrhein 2010 Punkt 2 - Tab. 3
www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/bvfd/ajf/dokumentation/FischereiamAlpenrhein/Fischereistatistik%20Alpenrhein%20Jahresbericht%202010_kurz.pdf
Es ist unschwer erkennbar das die Regenbogenforelle zwischen Chur und dem Ellhorn an der Kantonsgrenze
eine wichtige Stütze der Bündern Rheinfischerei ist.

Stand 2015

Die Reproduktion hat sich prächtig entwickelt. Es scheint das am Rhein ein Aufschwung bevorsteht. Friedlich leben dort absteigende
Seeforellen, Strömer und Regenbogenforellen nah beieinander. Zahlreiche private Beobachtungen haben ergeben, dass sich die einzelnen
Arten zu keinem Zeitpunkt gegenseitig bedrängen.

Im Winter 2015/16 herrschte eine natürliche Wasserknappheit die mit der Stromproduktion zusammen zu einem sehr tiefen
Wasserpegel führte. Als Folge davon versammelten sich ungewöhnlich wenige Fische im Laichgebiet. Trotzdem läuft die Reproduktion
bis auf Weiteres erfolgreich.

Aktuell 2016

Der Schutz der laichenden Regenbogenforellen zahlt sich nun aus. 2016 war im gesamten Bündner Rhein das beste Jahr seit langer Zeit.
Zahlreich haben sich die Friewiser Jungfische zu teils kapitalen Grössen entwickelt.









2017
Die Zone mit Reproduktionsaktivität der Strömer und Regenbogenforellen ist
beidseitig des Flusses für die Fischerei gesperrt.