Der Hecht

Bündner Hechte.......

.........spielen bei unserer Bündner Fischerei eine sehr untergeordnete Rolle.
Dennoch gibt es einige Seen mit einem schwachen oder mittleren Bestand dieser sehr attraktiven Fischart.

Unser Verein bietet Neumitgliedern und Jugendfischern die bei uns im Verein angeschlossen sind die Möglichkeit
eine Instruktion zum Hechtfang zu geniessen. Im Vordergrund steht der sorgsame Umgang, die Angeltechnik
und die Biologie dieses Fisches.
--------------   Anmeldung unter Kontakt!

Der Hecht unterscheidet sich von vielen anderen Fischarten dadurch dass er ein relativ grosses Revier beansprucht.
Dies ist auch der Grund wieso Kleinseen wie z. B. die kleine Zizerser Badegumpe nur wenige Hechte fortgeschrittenen Alters beherbergt.
In früheren Jahren als noch kaum jemand diese Fische tötete lebten immer zwei bis drei Exemplare über einem Meter drin.
Sie sorgten auch dafür dass nicht zuviele Halbstarke um 50-70cm die Futterfische übermässig reduzierten.
Eine Entnahme muss daher an solchen Gewässern, möchte man die Hechtfischerei nicht zum Erliegen bringen,
auf Eigenbeschränkung der Laichreifen Fische über 50cm basieren.

Wertvolles Muttertier welches nach kurzem und schonungsvollem Fang zurückgesetzt wird und so weiterhin für Nachkommen sorgen kann


Da der Hecht unter günstigen Bedingungen sehr produktiv ist spricht hingegen nichts dagegen wenn man die kleineren Nachkommen
zum Verzehr entnimmt. Die Fischerei ist ja vor allem auch Beutefang, daher Nahrungsbeschaffung in der Natur seit Urzeiten.

Laichhabitat des Hechtes


Die Frage wie lange noch! Die Zizerser Badegumpe ist vom Grundwasserspiegel abhängig welches direkt vom Rhein gespeissen wird.
Der Rhein jedoch gräbt sich infolge Wasserkraftnutzung und Kanalisierung immer tiefer in den Untergrund ein.

Ein Junghecht lauert auf Kleinfische




Dieser wichtige Teil des Sees wird ohne Gegenmassnahmen im nahen Rhein in wenige Jahren trockengelegt.
Eine Sohlenstabilisierung und Pegelerhöhung im nahen Rhein ist das einzige Mittel dagegen.


Vor rund 30 Jahren entsprach der hier gezeigte Hochwasserstand dem Normalniveau im Sommer


Der Hecht reguliert seinen Bestand selber. Gibts zuviele werden sie zu Kanibalen


Weitere Seen befinden sich im Engadin mit dem Taraspersee, im Misox mit dem Lago Dosso
und leider auch dem Stausee in San Bernardino.
In letzterem See hat der Hecht, aber auch der Flussbarsch schwere Schäden am Saiblings- und Forellenbestand verursacht
und sollte auf jedenfall entnommen werden. Egal in welcher Grösse. Aus der Pfanne munden die Stauseehechte vorzüglich.
Ansonsten kann ein mitunter fahler oder modriger Geruch das Fischgericht umgeben.

Hechtangeln ist sehr arbeisintensiv soweit man übers Fischen von Arbeit sprechen darf.
An schwierigen Gewässern eine Technik für Könner.




Ein gesundes kapitales Weibchen mit prallgefülltem Laib. Tausende Eier warten auf ihre Platzierung im Kraut.
Dieses herrliche Weibchen durfte weiter leben.


Sanfter Drill - sanftes Releasen zugunsten des Fortbestandes