Seeforelle

Die Seeforelle......

........ist unsere Bodenseewandernde Forelle die sich genetisch aussserordentlich gering von der Bachforelle unterscheidet, aber im
Gegensatz zur Bachforelle einen unbändigen Trieb zur Abwanderung in den Bodensee besitzt. Mit 18 bis knapp 24 Zentimetern Länge
verlassen sie das Bündner Flusssystem, um einige Jahre später als kapitale Fische ab Ende September bis in den November hinein
zum Laichgeschäft zurück zu kehren. Ihr ehemaliges Heimatgewässer war der Bodensee und in Graubünden zur Laichzeit die Zuflüsse
wie z.B. Vorder- und Hinterrhein. Heute lebt sie aufgrund von Besätzen mit Jungfischen in vielen Bündner Seen.
 
Für uns Fischer beschränkt sich der Nutzen auf einige wenige Exemplare die schon ab August hochziehen und somit während der
Fischereisaison in unsere "Reichweite" gelangen. Dank intensiver Vorarbeit und Antragstellung an den Kanton (AJF) von Seiten unseres
Vereins kann seit 2007 jeweils ab Februar im Alpenrhein von Domat Ems abwärts gefischt werden. So gelingt mit viel Glück der Fang
dieses oft kapitalen Fisches. 

Die Seeforelle, auch Rheinlanke genannt, hat aber auch ohne einen Nutzen für die Fischerei ihre Daseinsberechtigung.
Auf Grund der Wasserkraftnutzung verschwand diese Unterart fast vollständig bis der ehemalige Fischereiaufseher Heinz Guler mit
den letzten Exemplaren einen Zuchtstamm bildete und sie so vor ihrer Ausrottung bewahrte.

Beate Gimpel aus Felsberg vom Fischereiverein Felsberg, fing dieses zurückwandernde Exemplar im Februar 2011 am Alpenrhein.
Unten ihr aufregender Fangbericht!

Bilder Chris Wittmann


Mein grosser Fang!

 

Ein Erlebnis der ganz besonderen Art hatte ich an diesem Samstagnachmittag am Rhein bei Felsberg! Die schöne "Silberne"
zeigte sich mir bereits, bevor ich am Wasser parat war - ich traute meinen Augen kaum, als der schöne Fisch wie in Zeitlupe
aus dem Wasser tauchte und langsam wieder versank - und das gleich zweimal hintereinander!
Mit viel Herzklopfen versuchte
ich dann mit meiner - für den Rhein eigentlich fast zu leichten Montage - den Köder in Richtung Fisch zu werfen!

Ich hatte nur eine 22er Hauptschnur, ein 20er Vorfach und eine 7er Angel mit einem Regenwurm dabei! Dass ich auch noch
ganz alleine unterwegs war machte mir erst Sorgen, als der Fisch bereits nach dem 3. oder 4. Anwerfen an der Angel war!
Doch der Adrenalinschub in so einem Moment verleiht einem "Kräfte" und nach ein paar Minuten, die mir wie eine Ewigkeit
vorkamen, hatte ich die schöne Seeforelle in meinem Netz. Um sie aus dem Wasser zu heben, brauchte ich beide Hände
und in diesem Moment überwältigte mich der Anblick dieses schönen Fisches - zitternde Knie und Hände, ein Freudenschrei,
Freudentränen - alles auf einmal!!!
Dieses Glücksgefühl ist einfach unbeschreiblich - bestimmt wird mir dieses
wunderschöne "Petri-Heil" noch lange Zeit in Erinnerung bleiben!!!

 

Dieser schöne Fisch hatte das Mass von 68cm und war 2540g schwer - besonders freute mich noch, dass die Forelle
bereits abgelaicht hatte!

(Meine Fischerrute: DAIWA 3.20m, Rolle: Shimano 3000 GTE)