Negative Einflüsse auf die Gewässer und Fische

Unsere alpinen Gewässer sind und bleiben durch Menschhand massiv beeinflusst und ihrer ursprünglichen Funktion beraubt.
Daher fehlt der Lebensraum ebenso wie natürlich generierte Nährstoffe für die Nahrungskette.

Negative Faktoren sind beispielsweise:

Nutzung der Wasserkraft

- massivster Sunk & Schwallbetrieb. Ohne Produktion kaum Wasser - viel Produktion viel Wasser. Dazwischen gibts nichts
  da die Stromproduktion auf Maximierung der Gewinne ausgerichtet ist.
- Allgemeiner Strukturverlust der Fliessgewässer infolge Ausräumung grosser Steine (Bollen) durch Sunk & Schwallbetrieb sowie
  Schlagwasser aus Stauseen. In der Folge monotoner Flusslauf ohne Lebensraum.
- Infolge katastrophalen Lebensbedingungen keine Nährtiergrundlage für der Fische in Form von Wasserinsekten.
- wiederkehrende Verschlammung durch Stauraumspülungen
- kanalisierter Flusslauf ohne Lebensraum. Keine Versteckmöglichkeiten und Strukturen.
- Eintiefung des Flussbettes mit ungenügendem Grundwasserspiegel. Unnatürliche Flora im Randgebiet und fehlendes
  Grundwasser für Nebengewässer und die Landwirtschaft.
 * mehr zum Thema www.fv-chur.ch/index.php

Nährstoffmangel und die Fakten dazu aus Graubünden
Ein reiches Nahrungsangebot kann die Wirkung negativer Faktoren wie absurder Sunk/Schwall, Flussbegradigungen
und dergleichen, reduzieren!

Der allgemeine Nährstoffmangel (insbesondere Phosphormangel) ist einer der Hauptgründe beim Zusammenbruch der
Lebensgemeinschaft in Bündner Gewässern, welche keine natürlichen verlaufende Zuflüsse mehr besitzen. Bei der unnatürlich
tiefen Nährstoffkonzentration in der alpinen Region spielen die zahlreichen Wasserkraftwerke eine zentrale Rolle.
Dieser Effekt ist anhand der Wachstumsleistung unterhalb von Stauhaltungen auch von Laien gut erkennbar.
* Innerferrera, Sufner, Bärenburg
Da scheinen die wenigen zufliessenden Nährstoffe innerhalb des Stausees durch die Nahrungskette eliminiert zu werden.

Wie entsteht Nährstoffmangel
Rund 95% der Fliessgewässer wurden durch die Wasserkraftnutzung ihrer Funktion beraubt und verlaufen statt freifliessend,
in Druckrohren zu Tal. So kann sich kaum noch eine stabile Nahrungskette und damit ein natürlicher Fischbestand entwickeln.
Phosphor ist ein Nährstoff aus der Natur. Freifliessende Gewässer lösen Phosphor u.a. aus Gestein und versorgen damit die
Nahrungskette. Lange herrschte in Graubünden eine ausgeglichene Bilanz von Nährstoffunterdrückung durch die Wasserkraftgewinnung
und dem phosphorhaltigen Eintrag menschlicher Herkunft über Kläranalgen (ARA), von abgelegenen Gehöften/Weilern und zahlreichen
Mistlagerungen entland der Gewässer. Noch vor rund 40 Jahren sorgte der Eintrag dieses unabdingbaren Nährstoffs für eine reiche
Nahrungsgrundlage. Erwiesenermassen schwächt ein potentes Nahrungsangebot negative Faktoren wie Defizite beim Lebensraum
massiv ab. Gute Beispiele wie durch zu effiziente Kläranlagen der Fischbestand unter Druck gerät. (Moesa ARA Lostallo, Rhein Schams
ARA Zillis) Ganz nach dem Motto: Nährstoff wird entfernt - Pestizide usw. bleiben drin!

Überdüngung einzelner Mittellandseen
Phosphor ist aber mit weiteren Nährstoffen wie z.B. Stickstoff auch für die Überdüngung einzelner Mittellandseen verantwortlich.
Dort jedoch durch die Landwirtschaft verursacht, welche masslos Gülle auf die Felder ausbringt.
Vor vielen Jahrzehnten wurde Phosphor auf Druck von Fischereikreisen glücklicherweise aus den Waschmitteln verbannt.
Da war die Welt bei minimalen Phosphorkonzentrationen noch in Ordnung. Zunehmend wurden aber alle Wasserkläranlagen mit
einer neuen Reinigungsstufe, der Phosphatfällung mit potenziell hochgiftigen Salzen*, ausgestattet.
Nun kam es aber dass durch die zunehmende Phosphorentfernung der ehemalige Zielwert masslos unterschritten wurde.
Phosphor ist auch für Menschen unabdingbar und in weit höheren Konzentrationen als es heute der Fall ist, absolut unbedenklich.

* Eisen(II)-sulfat wirkt bei Kontakt akut reizend bis ätzend auf Haut und die Schleimhäute. Das Sulfat kann sowohl über Hautkontakt,
als auch oral und über die Atemwege
resorbiert werden. Kann akut zu einer Schädigung des Magen-Darm-Trakts, der Leber und des
Herz-Kreislaufsystems führen. Bei hohen Dosen ab 180–300 mg/kg sind Acidosen mit Todesfolge möglich. Bei chronischer Exposition
kann eine
Akkumulation mit Gewebeschädigungen an inneren Organen auftreten.
de.wikipedia.org/wiki/Eisen(II)-sulfat



Von wo kommt das Phosphor und wieviel ist schädlich www.abwasser-analysezentrum.de/parameteruebersicht/gesamtphosphor

Was ist Phosphor - Naturdünger Phosphor für die Nahrungskette lebenswichtiges Element
Im Mittelland infolge übermässig betriebener Landwirtschaft ein grosses Problem, wäre eine angemessene Menge Phosphor in der
Alpenregion ein Segen. Phosphor ist ein Nährstoff aus der Natur. Freifliessende Gewässer lösen Phosphor aus Gestein und versorgen
damit die Nahrungskette. Da 95% der Fliessgewässer aber durch die Wasserkraftnutzung ihrer Funktion beraubt wurden und in
Druckrohren zu Tal donnern, kann sich kaum noch ein natürlicher Fischbestand entwickeln.
* mehr zum Thema www.fv-chur.ch/index.php

Wie wichtig Phosphor ist zeigt dies www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/abfall/dossiers/phosphor-recycling.html

Natürliche Phosphorquelle

Quellaustritt - gut erkennbar welch Leben hier entsteht


So entsteht Leben!


Algenwachstum von der Quelle bis zur Mündung


Phosphor ist auch für Menschen überlebensnotwendig - hier glasklares Wasser im Mündungsbereich der Phosphorquelle.